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Devisenhandel oder Tagesgeld?

Anleger haben es nicht leicht in diesen Tagen. Gab es bisher schon kaum noch Zinsen auf Sparguthaben, so sind nun auch die Zeiten mit 5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld erstmal passé. Zusätzlich stufte der neue EZB-Präsident, Mario Draghi, gleich zu Amtseintritt den Leitzins auf 1,25 Prozent zurück, um Kredite wieder günstiger zu machen. Für konventionelle Anleger ist dieser Schritt gleich doppelt schlecht: Einerseits gibt es somit auch wieder weniger Zinsen auf Spar- und Tagesgeld, andererseits befeuert die EZB mit ihrer Politik des billigen Geldes und dem massenhaften Aufkauf europäischer Staatsanleihen, die anders kaum noch an den Mann zu bringen sind, die Inflation, die aktuell bei offiziellen 2,49% liegt. Mit einem Zinssatz von 2 Prozent oder gar weniger wird so angelegtes Geld effektiv vernichtet. Zeit für Anleger, sich nach Alternativen umzusehen. Beim Devisenhandel sind beispielsweise durch den Zinseszinseffekt und die Hebelwirkung atemberaubende Renditen möglich, mit mangelhaftem Risiko- und Moneymanagement aber leider genauso hohe Verluste. Angehende Trader sollten sich daher des Risikos bewusst sein, und nur mit Risikokapital spekulieren, das sie auch wirklich entbehren können und ansonsten anderweitig angelegt hätten (z. B. in Aktien oder Fonds). Beim Devisenhandel geht es darum, eine bestimmte Währung in einer bestimmten Menge zu kaufen und von der Veränderung des Wechselkurses zu profitieren, indem man sie kurzerhand wieder verkauft. Dabei kann man durch den vom jeweiligen Forex Broker zur Verfügung gestellten Hebel gigantische Summen handeln. So reicht beispielsweise eine Depotgröße von 1.000 Euro, um 200.000 Euro am Markt zu bewegen, die der Broker mit einem Hebel von 1:200 zur Verfügung stellt. Der erwirtschaftete Gewinn potenziert sich dadurch, allerdings leider auch der Verlust, wenn der Kurs nicht in die erwartete Richtung wandert. Daher sollte man als Anfänger zunächst mit einem kostenlosen und zeitlich unbegrenzten Demokonto üben, bis man sich eine Trading-Strategie zurechtgelegt hat und die Gewinntrades gegenüber den Verlusttrades überwiegen. Wem der Handel mit Währungen zu undurchschaubar ist, der kann bei fast allen Forex Brokern auch Rohstoffe wie Gold, Silber und Öl handeln. Auch der Aktienhandel steht bei vielen Brokern über CFDs zur Verfügung. Dabei erwirbt man im Gegensatz zum Kauf von „echten“ Aktien nicht die Aktie selbst, sondern nur die Kontrakte, die den aktuellen Basiswert widerspiegeln. Auf diese Art und Weise kann man, wie beim Devisenhandel, mit Hebel spekulieren und hat gleichzeitig die Kontrolle am Markt, denn der Basiswert des CFDs muss mit Wert der jeweiligen Aktie 1:1 übereinstimmen. Der Handel mit CFDs ist für Neulinge im Daytrading daher zunächst einfacher als der Devisenhandel. Auch Indizes wie der DAX oder Dow Jones lassen sich über die meisten Broker problemlos traden. Wer es sich nicht zutraut selbst zu handeln, der kann sein Schicksal und sein Risikokapital auch in die Hände erfahrener Daytrader legen. Auf Plattformen wie ayondo oder ZuluTrade können Anleger ihr Brokerkonto mit dem eines erfahrenen Traders verknüpfen, dessen Tradingsignale in der Folge 1:1 im eigenen Konto ausgeführt werden. Für den Kunden ist dieser Service völlig kostenlos, der Trader erhält für seine Bemühungen einen geringen Anteil am Spread pro Trade. Wie zu sehen ist, steht man als Anleger auch in Zeiten mit niedrigen Zinsen nicht völlig alternativlos da. Wer in diesen Tagen einen Teil seines Vermögens mit Gold und Aktien in Sicherheit gebracht hat, sollte sich die Möglichkeiten des Devisen- und CFD-Handels mal aus der Nähe anschauen und unverbindlich ein Demokonto bei einem Forex Broker eröffnen.

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