Verpassen Sie keine Zinsänderungen mehr - Melden Sie sich einfach kostenlos für unseren Zinsänderungs-Service an: Jetzt anmelden

EZB-Leitzins

Entwicklung des EZB-Leitzins seit 1999
Entwicklung EZB Leitzins

Quelle: http://www.ecb.int/

08.12.11

EZB senkt zum 14.12.2011 den Leitzins von 1,25% auf 1,00%.


Was ist der EZB-Leitzins?

Der Leitzins ist der Zinssatz, welcher von der Zentralbank zur Steuerung der Finanzpolitik festgesetzt wird. Somit bestimmt er die Konditionen, zu welchen sich die Banken und Kreditinstitute kurzfristig Gelder bei der so genannten Notenbank leihen können. Auf diese Weise wird auch erkennbar, ob für den Bankkunden ein Kredit teurer oder billiger wird.

Der so genannte Mindestbietungssatz ist der Zinssatz, welcher seit der Gründung der Europäischen Zentralbank, kurz EZB, den größten Einfluss auf dem Finanzmarkt übernimmt. So wird er auch als Leitzins bezeichnet.

Was bestimmt der Leitzins?

Die EZB, welche ihren Sitz in Frankfurt hat, legt den Leitzins fest, welcher bestimmt, in welcher Höhe die Banken und Kreditinstitute Zinsen zu zahlen haben, wenn sie sich bei der Bundesbank Geld leihen wollen. Der Leitzins bestimmt also ebenfalls die Zinshöhe, welche der Verbraucher für die Aufnahme eines Kredites zu leisten hat.

Allerdings kann der Leitzins teilweise auch sehr stark schwanken. Dies bedeutet, dass auch bei Banken und Kreditinstituten der Grundsatz von Angebot und Nachfrage gilt. Je mehr Bankkunden also einen Kredit aufnehmen wollen, desto höher wird auch der Leitzins ausfallen.

Zusammenhang zwischen Leitzins und Tagesgeldzinsen

Nicht selten werden von den Anbietern hoch verzinsliche Tagesgeldkonten angeboten, wobei hierbei die Rendite oftmals deutlich über dem Leitzins der EZB liegt, welcher grundsätzlich als Richtwert für die Verzinsung von Tagesgeld angesetzt wird. Somit ist der Leitzins für die Zinssatzveränderungen auf Tagesgeldkonten ausschlaggebend.

Bei einer Erhöhung des Leitzinses durch die EZB, beispielsweise auf 4,5 Prozent, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Banken ihre Konditionen der Tagesgeldkonten erhöhen, beispielsweise um 0,5 Prozent. Grundsätzlich werden die Banken allerdings auch nie die gesamte Erhöhung an ihre Kunden weitergeben. Hierbei ist jedoch auch zu bedenken, dass eine Erhöhung der Tagesgeldzinsen nicht sofort erfolgt, sondern in der Regel nach zwei bis drei Wochen.

Senkt hingegen die EZB den Leitzins, beispielsweise auf 3,5 Prozent, so müssen auch die Banken mit einer Senkung der Tagesgeldzinsen reagieren. Eine solche Senkung der Zinsen erfolgt ebenfalls nicht mit sofortiger Wirkung und so wird der Kunde dies erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerken.